10.08.2011 - BRAWO am Mittwoch

Herbe Niederlage für Lütte

Schwanebeck – 2003 hatten die Kameraden des Feuerwehrvereins 1924 Lütte e.V. erstmals von einem Nachtpokallauf in Kolpin gehört. „Wir fuhren hin, haben uns den Wettkampf angesehen und wussten sofort, dass wollen wir auch“, resümiert der Vereinsvorsitzende René Zarbock.

Am vergangenen Sonnabend erfuhr der daraufhin von den Lüttern initiierte Nachtpokallauf bereits seine achte Auflage. Anders als in den Vorjahren wurde der Wettkampf jedoch nicht auf heimischem Boden, sondern im benachbarten Schwanebeck ausgetragen, da die bislang genutzte Wettkampfwiese am Dorfrand nicht mehr zur Verfügung stand. Daher montierten die Lütter Blauröcke kurzerhand das Ortseingangsschild ihres Dorfes an den Kampfrichterturm der Schwanebecker Reitsportanlage.

Schließlich sollten die am nächtlichen Wettstreit teilnehmenden 21 Männer- und sechs Frauenmannschaften nicht vergessen, wer hier der Gastgeber ist. Als verdiente Sieger des Nachtpokallaufs konnten die Feuerwehrmänner aus Stücken (00:26.92 Sek.) den Heimweg antreten. Sie verwiesen die Mannschaften aus Tryppehna (00:27.38 Sek.) und Neschholz (00:29.52 Sek.) auf die nachfolgenden Ränge. Die Vorjahressieger, der Feuerwehrverein 1924 Lütte e.V., musste eine herbe Niederlage einstecken. Die Mission Titelverteidigung schlug fehl. Am Ende reichte es nur für Platz neun (00:34.47 Sek.). Bei den Frauen waren die Titelverteidiger aus Schwanebeck abermals nicht zu schlagen. Mit einem neuen Bahnenrekord wurde die Führung in der ewigen Bestenliste mit 00:31.48 Sekunden besiegelt. Die Damen aus Neschholz (00:35.68 Sek.) und Zauchwitz (00:47.95 Sek.) wurden auf die nachfolgenden Ränge verwiesen.

Detlef Trzewik überbrachte vor Wettkampfbeginn Grüße aus dem Rathaus. Durch ihn ließ Bad Belzigs Bürgermeisterin Hannelore Klabunde versprechen, dass der Wettkampf im kommenden Jahr wieder auf Lütter Boden ausgetragen werden. Der dortige Sportplatz am Rothebacher Weg soll dann soweit hergerichtet sein, dass er für den Nachtpokallauf wieder zur Verfügung steht.

08.08.2011 - Märkische Allgemeine - Fläming Echo

WETTSTREIT: Kampf um den begehrten Kelch
Lütter Nachtpokallauf der Feuerwehren diesmal in Schwanebeck / Titelverteidigung gescheitert

SCHWANEBECK - Die Feuerwehrmänner aus Stücken (00:26.92 Sekunden) erkämpften am Sonnabend den Kelch des achten Nachtpokallaufs (2. Tryppehna 00:27.38 Sek., 3. Neschholz 00:29.52 Sek.) in Schwanebeck. Die Vorjahressieger und Ausrichter des Flutlicht-Spektakels, der Feuerwehrverein 1924 Lütte e.V., musste eine herbe Niederlage einstecken. Die Mission Titelverteidigung schlug fehl. Am Ende reichte es nur für Platz neun (00:34.47 Sek.).

Dabei waren die Lütter gekommen, um zu siegen. Ortswehrführer Lutz Muschert: „Wir sind doch schließlich nicht zum Eiertrudeln hier“. Weil der heimische Übungsplatz als Austragungsort nicht zur Verfügung stand, musste der nächtliche Feuerwehrwettkampf im Nachbarort Schwanebeck ausgetragen werden. Um sich wie zu Hause zu fühlen, montierten die Blauröcke kurzerhand das Lütter Ortseingangsschild an den Kampfrichterturm der Sportanlage.

Die für den Wettstreit Asyl gewährenden Schwanebecker nahmen die Okkupation ohne zu murren hin. An Zuspruch mangelte es auch in diesem Jahr nicht. 21 Männer- und sechs Frauenmannschaften, das sind immerhin 189 Feuerwehrleute, nahmen an dem Löschangriff-Leistungsvergleich teil.

Den Schwanebecker Damen, mit Heimvorteil und einer anfeuernden Menge am Wettkampfrand, gelang nicht nur die Titelverteidigung, sondern auch ein neuer Bahnrekord. Die Führung in der ewigen Bestenliste wurde mit 00:31.48 Sekunden verteidigt (2. Neschholz: 00:35.68 Sek., 3. Zauchwitz 00:47.95 Sek.) Vom Pech verfolgt waren die Damen aus Fredersdorf. Nach dem undankbaren vierten Platz im Vorjahr klappte am Sonnabend gar nichts – trotz des getrunkenen Zielwassers. Sogar der Start war kurzzeitig in Gefahr. Im Team herrschte krankheitsbedingt Fachkräftemangel. Kurzerhand sprang die in Bayern lebende Sinja Siebert ein.

Dabei war die 24-Jährige eigentlich nur nach Fredersdorf gekommen, um in den nächsten Tagen Omas Geburtstag zu feiern. So musste das Team ohne ein einziges Mal gemeinsam trainiert zu haben, an den Start gehen. Wir haben unsere „Schläuche besprochen“, erklärte Nicole Sternberg die Ausgangslage.

Bad Belzigs Bürgermeisterin Hannelore Klabunde (parteilos) ließ durch Detlef Trzewik versprechen, dass der Wettkampf im kommenden Jahr wieder auf Lütter Boden ausgetragen werden kann. (Von Bärbel Kraemer)

05.08.2011 - Märkische Allgemeine - Fläming Echo

Feuerwehr: Fremde Umgebung

SCHWANEBECK - Der Nachtpokallauf, der feuerwehrsportliche Höhepunkt des Feuerwehrvereins 1924 Lütte e. V., muss fremd gehen. Weil der heimische Übungsplatz als Austragungsort nicht zur Verfügung steht, findet das Flutlicht-Spektakel im Nachbarort statt. An Zuspruch fehlt es dennoch nicht. 24 Männer- und acht Frauen-Mannschaften haben sich für den Löschangriff-Leistungsvergleich angemeldet.

Die einheimischen Damen haben Heimvorteil und wollen daher sowohl den Titel als auch die Führung in der ewigen Bestenliste verteidigen. Bei den Männern haben die eigentlichen Veranstalter voriges Jahr erstmals den Sieg errungen, die Bestzeit haben freilich die Kameraden aus Neschholz inne: 26:36 Sekunden.

Morgen, 21 Uhr, wird die achte Auflage des exklusiven Wettbewerbs gestartet. Mal sehen, wer Grund hat, bis in den Morgen zu feiern. (MAZ)

13.07.2011 - Märkische Allgemeine - Fläming Echo

FEUERWEHR: Feucht fröhliches Spektakel
Gastgeber holen sich den Seepokal

JESERIG/FLÄMING - Der Seepokallauf der freiwilligen Feuerwehren ist im Reigen der alljährlichen Leistungsvergleiche eine exklusive Veranstaltung. Je eine Kinder- und Frauenmannschaft sowie fünf Jugend und vier Männervertretungen waren bei der jüngsten Auflage am vergangenen Wochenende am Start. Das familiäre Flair und die buchstäblich natürliche Kulisse am Gewässer mitten im Dorf verfehlen ihre Anziehung nicht. Auf Ines Block zum Beispiel. Die Jugendwartin der Löschgruppe Lütte war bisher immer mit Mannschaften vertreten.

Diesmal brachte sie sogar ihre erst neun Monate alte Tochter Friderieke mit. Das kommt nicht von ungefähr. Denn sie kehrt damit dorthin zurück, wo sie aufgewachsen ist. Sie hält freilich dann die Fahne für ihre neue Heimat hoch und hatte wieder Grund zum Jubeln.

Die Lütter Männer (unsere Jugendmannschaft, wäre richtig gewesen) gewannen den Löschangriff vor den Gastgebern und Lehnsdorf. Beim Nachwuchs wurde der zweite Platz zwischen den beiden Lehnsdorfer Truppen belegt.

Helga Benke schwelgt bei der Gelegenheit gern in Erinnerung. Sie gehörte in den 60er- und 70er-Jahren zu den schnellsten. „Ich bin sogar zum Wettkampf nach Dessau gefahren, als ich hochschwanger war. Immerhin musste ich nicht hinten auf der Pritsche sitzen, sondern durfte nach vorn zum Fahrer.“ Heutzutage ist sie Ortsvorsteherin, steht den Kameraden tatkräftig zur Seite. Diesmal am Grill. „Es ist ein Höhepunkt des ganzen Dorfes“, erklärt sie. Und ist mithin ein wenig stolz auf den originellen Wettbewerb, der seit sieben Jahren für Zuschauer wie Teilnehmer der unterhaltsame Höhepunkt ist.

Die Regeln dafür stehen in keiner Wettkampfordnung. Sie wurden eines guten Tages am Stammtisch fixiert, an dem unter anderem die Feuerwehrleute Mathias Dorbritz, Alexander Mommert und Martin Sperfeld saßen. Und das haben sie sich ausgedacht: Zwei Kameraden verlegen an Land die Schläuche und bauen die Wasserversorgung auf. Die anderen laufen zum Floß, rudern auf dem Dorfteich zu einer Plattform, auf der sich das Strahlrohr befindet. Es muss ans Ufer gebracht und montiert werden, um schließlich mit der Kraft des Wassers daraus 15 Fähnchen zum Kippen zu bringen. Das mitunter das nasse Element seine Tücken hat, gehört zum Plan.

Die Einheimischen nutzten den Heimvorteil und holten sich die Trophäe. Doch bei dem Kräftemessen steht der Spaß im Mittelpunkt. Das sah nicht zuletzt die Allstar-Mannschaft so, die gebildet worden war, nachdem in jeder Mannschaft ein Floriansjünger zuviel war, sich aber niemand das feuchtfröhliche Spektakel entgehen lassen wollte. Trotz des letzten Platzes haben sie ihr Lachen jedenfalls nicht verloren. M. F./MAZ

31.05.2011 - Märkische Allgemeine - Fläming Echo

FEUERWEHR: Löschangriff: Trio binnen einer Sekunde
Ausscheid der Stadt Bad Belzig

NESCHHOLZ - Der Löschangriff war die Krönung des Bad Belziger Stadtfeuerwehrtages, der Feuerwehrsport-Titelkämpfe der Kur- und Kreisstadt. In zwei Läufen wurde um die Bestzeit gerungen, wobei es bei den Frauen wie bei den Männern ein Kopf-an-Kopf-Rennen gab.

Mussten die Gastgeber bei den Damen mit 30,74 Sekunden knapp der Löschgruppe aus Schwanebeck mit 29,26 den Vortritt lassen, kam es bei den Herren umgekehrt. Neschholz siegte mit 24,34 Sekunden vor dem Lokalrivalen mit 24,56 Sekunden. Selbst die Mannschaft aus Lütte mit 24,97 Sekunden war nah dran, konnte aber seine Titelansprüche nicht realisieren.

Dafür beherrschte der Lütter Nachwuchs das Starterfeld beim Löschangriff der Jungen. Mit 26,18 und 26,67 Sekunden belegte er Platz 1 und 2 vor Groß Briesen.
Dass Mädchen ebenfalls mit Saug-leitung, Schläuchen, Verteiler und Strahlrohren umgehen können, bewiesen die drei Teams aus Werbig, Dippmannsdorf und Bad Belzig. Sieger wurde Werbig (46,05 Sekunden).

Auch in diesem Jahr konnten sich die zahlreichen Zuschauer wieder am eifrigen Einsatz von vier Kinderfeuerwehren bei der Gruppenstafette erfreuen. Die Lütter Bambini hatten die Nase vorn. Bei den „großen“ Kindern (10 bis 16 Jahre) siegten die Schwanebecker, vor Groß Briesen und Dippmannsdorf.

Bei der Gruppenstafette der Frauen war ebenfalls Schwanbeck – hier vor Fredersdorf – erfolgreich.

Sieben Kameradinnen wetteiferten dann noch um den Titel auf der 100-Meter-Hindernisbahn. Mit deutlichem Abstand gewann Luisa Pape (21,84 Sekunden) aus Schwanebeck. Isabell Emde (23,39 Sekunden ) und Christin Marohn (23,80 Sekunden) machten den Schwanebecker Triumph komplett. Bei den Männern gab es wieder ein altbekanntes Duell, das – bei besten äußeren Bedingungen – von einer ansehnlichen Kulisse mit Spannung verfolgt worden ist. Vorjahressieger Thomas Kaatz aus Kuhlowitz hatte auch in diesem Jahr die Nase vorn, wenn auch hauchdünn. 19,78 Sekunden reichten zum Sieg. Raik Wieland aus Neschholz erreichte 19,84 Sekunden. Dritter wurde Carsten Möbus aus Neschholz (20,23 Sekunden). F. S./MAZ

03.03.2011 - Märkische Allgemeine - Fläming Echo

BRANDSCHUTZ: Bedingt einsatzbereit
Lütter Feuerwehrleute kritisieren alte Technik und warnen vor Ausfällen

BAD BELZIG - Die Technik ist alt und Ersatz für das seit 31 Jahren laufende Löschfahrzeug nicht in Sicht. Anderenorts würde der betagte Magirus Deutz längst eine Oldtimerzulassung haben. Nun soll noch die seit langem angestrebte Errichtung des neuen Stützpunktes für die Lütter Feuerwehr verschoben werden. Denn der Großgemeinde Bad Belzig fehlt das Geld. Im Etat klafft ein Millionen-Loch. Doch das Gebäude ist die Voraussetzung für den Kauf eines neuen Autos. Die jetzt genutzte Immobilie ist nämlich zu klein dafür. Die Brandschützer fürchten um ihre Schlagkraft und geben lautstark Alarm.

„Unsere Kameraden der Ortsfeuerwehr Lütte sind entsetzt, wie leichtfertig die bekannten Fakten beiseite geschoben werden“, kritisiert Ortswehrführer Lutz Muschert. „Eine weitere Verschiebung des längst notwendigen Neubaus eines Gerätehauses gefährdet aus unserer Sicht die weitere Einsatzfähigkeit der Ortsfeuerwehr“, gibt deren Chef in einem offenen Brief an die Stadtverordnetenversammlung (SVV) zu bedenken. „Das betagte Fahrzeug wird sicher keine weiteren fünf Jahre seinen Dienst versehen können“, warnt der Ortswehrführer vor möglichen Ausfällen.

Gleichzeitig appelliert Lutz Muschert eindringlich an die Volksvertreter, sich für die Belange der Lütter Brandschützer einzusetzen. „Die Motivation unserer Kameraden für das Ehrenamt ist hoch. Zerstören Sie bitte diese Motivation nicht“, so Muschert.

Auch der Vorsitzende des Lütter Feuerwehrvereins, René Zarbock, der im Ortsbeirat sitzt, ist in Sorge. „Im Haushalt für das Jahr 2011 sind 330 000 Euro zu wenig für den Brandschutz eingeplant“, bemängelt er. „Unsere Einsatzbereitschaft ist gefährdet“, warnt Zarbock ebenfalls. Er ist extra deshalb in die Sitzung gekommen.

Der Stadtverordnetenvorsteher Dietmar Hummel (FDP) nimmt das Anliegen zur Kenntnis und verspricht, die Sachlage zu prüfen. Doch ihm sind angesichts der finanziellen Misere der Stadt die Hände gebunden. „Uns fehlt wirklich die Liquidität, um neue Investitionen durchzuführen“, erklärt denn auch Kämmerin Birgit Bein. „Wir haben keinerlei Rücklagen, wir dürfen keine neuen Kredite aufnehmen“, schildert sie die desaströse Lage. Bad Belzig sei mit rund 18 Millionen Euro hoch verschuldet und nehme im Pro-Kopf-Vergleich mit anderen Gemeinden im Landkreis Potsdam-Mittelmark einen Spitzenplatz ein. „Das muss man leider so sagen.“ Es besteht also wenig Hoffnung für die Lütter Feuerwehrleute auf schnelle Hilfe aus dem Rathaus oder dem Kommunalparlament.

Nach jetzigen Plänen der Verwaltung soll frühestens im Jahr 2013 der Neubau des Gerätehauses auf die Tagesordnung rücken. „Ob es dann wirklich realisiert wird, ist wohl völlig offen“, fürchtet Lutz Muschert. (Von Hermann M. Schröder)

Hintergrund:

Die Lütter Feuerwehr wurde am 18. Oktober 1924 gegründet und hat 59 Mitglieder.

Das sind 17 Kameradinnen und 25 Kameraden in der Einsatzabteilung, fünf Kameraden in der Alters- und Ehrenabteilung, zwei Mädchen und drei Jungen in der Kinderfeuerwehr, drei Mädchen und vier Jungen in der Jugendfeuerwehr.

Pro Jahr hat die Lütter Ortsfeuerwehr 16 Einsätze. In den Herbst- und Wintermonaten bereiten sich die Mitglieder theoretisch und praktisch an den wöchentlichen Ausbildungsabenden vor.

Seit dem Winter 2008 arbeiten die Lütter Feuerwehrleute bei der Ausbildung mit den Nachbarwehren aus Schwanebeck und Neschholz zusammen, was zu mehr Unterhaltung führt und deutlich mehr Spaß macht. Wettkämpfe wie beispielsweise der Brandenburger Vier-Bahnen-Pokal, stehen regelmäßig auf dem Programm. Der Nachtpokallauf in Lütte findet in diesem Jahr zum achten Mal statt.

28.02.2011 - Märkische Allgemeine - Fläming Echo

FEUERWEHR: Ehrenkreuz verliehen
Kameraden aus dem Fläming aktiv

BEELITZ - Ines Block (Lütte) und Manuela Gruszka (Bad Belzig) tragen ab sofort das Ehrenkreuz des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg. Es ist dessen höchste Auszeichnung und ihnen als Anerkennung für die jahrelange ehrenamtliche Brandschutzerziehung besonders beim Nachwuchs verliehen worden.

Anlass war die Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Potsdam-Mittelmark in Beelitz. Mehr als ein halbes Dutzend Ehrungen sind dort am Rande der Neuwahl des Vorstandes (die MAZ berichtete) vorgenommen worden.

Die Verdienstmedaille des Kreisfeuerwehrverbandes für hervorragende Leistungen im Brandschutz ist in jeder Stufe einmal verliehen worden. In Gold ging es an Günter Maresch (Kleinmachnow), in Silber an Kurt Muschert (Beelitz) und in Bronze an Stefan Rettig (Dippmannsdorf).

Zwei Senioren sind zu Ehrenmitgliedern gekürt worden. Es sind Fritz Moritz aus Lühnsdorf und Günther Paul aus Benken, der jetzt aus der Leitung verabschiedet worden ist.

Dem neunköpfigen Gremium um den Vorsitzenden Kurt Muschert aus Beelitz gehören folgende Kameraden aus dem Hohen Fläming an: Gerd Gallien (Brück) als Stellvertreter, Sebastian Berlin (Ragösen) als Schriftführer, Stefan Rettig (Dippmannsdorf) als Webmaster und Olaf Fetz (Treuenbrietzen) als Jugendwart. (MAZ)

03.02.2011 - Märkische Allgemeine - Fläming Echo

FINANZEN: Die Angst vor dem Rotstift
Der Stadt Bad Belzig fehlt in diesem Jahr rund eine Million Euro

BAD BELZIG - „Ab 2012 ist die Finanzierung von Investitionen nicht mehr gesichert“, schlug Bad Belzigs Kämmerin Birgit Bein in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses der Stadtverordnetenversammlung Alarm. Die Kreditbelastung der Stadt sei bereits jetzt schon so hoch, dass keine weiteren Darlehen mehr aufgenommen werden könnten, warnte Bein vor einer akuten Geldnot. „Investitionen müssen gekürzt werden“, forderte die Haushaltsexpertin.

Doch schon im aktuellen Entwurf des Haushaltsplanes für dieses Jahr fehlen rund 995 000 Euro. Das ist die Differenz zwischen den darin veranschlagten Ausgaben von 17,7 Millionen Euro und den zu erwartenden Erträgen von 16,6 Millionen Euro.

Ein großer Posten im Haushaltsloch ist laut Bein die Summe der Abschreibungen. Sie beträgt nach Angaben der Kämmerin rund 265 000 Euro. Die beabsichtigte Erhöhung der Kreisumlage von zwei Prozent (die MAZ berichtete) schlage mit geschätzten 150 000 Euro an Mehrausgaben zu Buche. „Wir bekommen voraussichtlich auch rund 278 000 Euro weniger an Schlüsselzuweisungen vom Land“, kündigte die Haushälterin an. Wegen des Anstieges der Tarife für die Kita-Erzieherinnen sowie die Neueinstellungen von Pädagogen rechne sie mit noch einmal rund 100 000 Euro an steigenden Personalkosten in diesem Bereich.

Trotz leerer Kassen und des knapp eine Million Euro großen Defizits sieht der jetzt von Birgit Bein vorgelegte Haushaltsentwurf Investitionen für das laufende Jahr in Höhe von rund 3,4 Millionen Euro – inklusive der zu erwartenden Fördermittel – vor. „Wir müssen da sicher noch einmal mit dem Rotstift durchgehen“, rief die Kämmerin die Mitglieder des Finanzausschusses zu weiteren Einsparungen schon in diesem Jahr auf.

Zu den teuren Vorhaben zählen bereits begonnene Projekte wie der Ausbau der Brücker Landstraße. Allein dieses Vorhaben kostet rund 730 000 Euro.

„Die Investitionen müssen gekürzt werden, das ist jetzt schon klar“, sagte auch der Vorsitzende des Finanzausschusses, Hendrik Hänig (SPD). Er bezeichnete es als ein Problem der neuen, so genannten doppischen, Buchführung, dass nun auch die Abschreibungen von der Stadt erwirtschaftet werden müssten.

Der Stadtverordnete Frank Schmoll (Feuerwehr) kommentierte die von der Kämmerin geschilderte finanzielle Lage der Stadt als „ernüchternd“. Man müsse trotz des Sparzwanges das öffentliche Leben aufrecht erhalten, forderte er. Der Politiker plädierte für ein Festhalten am geplanten Bau eines Feuerwehrgerätehauses in Lütte. Das Vorhaben müsse berücksichtigt und spätestens bis 2013 fertiggestellt werden, sagte er. Schmoll ist auch Ortsvorsteher von Neschholz.

Der sachkundige Einwohner der Freien Wähler, Martin Schieder, zeigte sich überrascht vom offensichtlichen Fehlen einer Rücklage für die städtische Kur- und Freizeit GmbH im Haushaltsentwurf. Dazu sei die Stadt nach dem 1999 mit der Kuf geschlossenen Gestattungsvertrag (die MAZ berichtete) verpflichtet, erklärte er.

Laut Bürgermeisterin Hannelore Klabunde (parteilos) ist für 2011 lediglich ein Zuschuss an die Stein-Therme von rund 100 000 Euro für Reparaturen vorgesehen. (Von Hermann M. Schröder)

14.01.2011 - Märkische Allgemeine - Fläming Echo

BRANDSCHUTZ: Neubau als beste Lösung
Freiwllige Feuerwehr Lütte soll demnächst modernes Gerätehaus erhalten

LÜTTE - Die Freiwillige Feuerwehr Lütte soll ein neues Gerätehaus bekommen. Diesen Plan billigte der Ortsbeirat in seiner jüngsten Sitzung als Empfehlung an die Bad Belziger Stadtverordneten. Der Neubau war von den Floriansjüngern bereits längere Zeit gewünscht worden.

Bad Belzigs Bauamtsleiter Christoph Grund hatte zuvor die Variante des Um- und Ausbaus des bisherigen Domizils der eines Neubaus gegenübergestellt. Er könnte auf einer Fläche am Rothebacher Weg entstehen. Den Bauplatz hat die Stadt Bad Belzig im vorigen Jahr bereits erworben. Für den Neubau mit Schulungsraum und Sanitäranlagen sowie einem Fahrzeugstellplatz veranschlagen die Planer rund 430 000 Euro. Die Investition soll binnen von zwei Jahren erfolgen.

Für den Um- und Ausbau des alten Standortes, mit dem die Sanierung des in die Jahre gekommenen Gemeindehauses in der Ortsmitte verbunden wäre, müsste die Stadt 320 000 Euro investieren. Nach Abriss des Schlauchtrockenturmes wäre dort eine Erweiterung des alten Gerätehauses möglich. Durch die Verlängerung des Gebäudes um zehn Meter würde eine zusätzliche Nutzfläche von zirka 37 Quadratmetern entstehen. „40 Umkleideplätze für die Feuerwehrmänner könnten dort untergebracht werden“, so Grund. Schulungs- und Sanitärräume würden indes im alten Gemeindehaus entstehen.

„Wir brauchen diese Feuerwehr“, sagte der stellvertretende Stadtwehrführer, Torsten Gensicke, gegenüber den zahlreich erschienenen Einwohnern in der Diskussion.

Frank Schmoll aus Neschholz, der ebenfalls die Bad Belziger Stadtwehrführung vertrat, erinnerte an den 2004 beschlossenen Gefahrenabwehrbedarfsplan, in dem die Unterbringung der Feuerlöschtechnik verankert ist. „Will man den Standort Lütte für die nächsten 50 Jahre erhalten“, sind bessere Arbeitsbedingungen für die Feuerwehrleute nötig, so Schmoll, der auch Stadtverordneter ist. Gleichzeitig gab er zu bedenken, dass das Lütter Tanklöschgruppenfahrzeug, ein TLF 1625, bereits 30 Jahre alt sei und in Kürze ersetzt werden müsse. „Es wird keine zehn Jahre mehr halten“, sagte Schmoll. Er gehe davon aus, dass ein neues Feuerwehrauto für Lütte größer ausfallen werde. Bei einem Umbau des bisherigen Standortes stelle sich zudem die Frage, wo das Löschfahrzeug während der Bauarbeiten untergestellt werden könnte, um einsatzbereit zu bleiben.

Aus Sicht der Stadtwehrführung wird nur ein Neubau allen Belangen der Feuerwehr gerecht. Diesen wünscht sich auch Lutz Muschert: „Die Kinder- und Jugendarbeit wird am Rothebacher Weg sicherer“, so der Ortswehrführer. Vor dem alten Gerätehaus gebe es immer wieder Gefahrensituationen, weil die Anliegerstraße in der Ortsmitte von vielen Fahrzeugen genutzt werde. Auch Feuerwehrvereinschef René Zarbock plädierte für den Neubau.

Ortsvorsteher Herbert Grüneberg, der sich anfänglich für den Erhalt und den Umbau des alten Standortes ausgesprochen hatte, ließ sich von den Argumenten der Lütter Floriansjünger überzeugen. Letztlich befürwortete er ebenfalls einen Neubau. Das Wohl der Lütter Senioren, die das alte Gemeindehaus für regelmäßige Treffen nutzen, hatte ihm die Entscheidung schwer gemacht. Ähnliche Bedenken äußerte auch Ortsbeiratsmitglied Roland Leisegang. Denn nach einem Neubau für die Feuerwehr sollen das alte Gemeindehaus und das Gerätehaus möglichst verkauft werden.

Das im vorigen Jahr nach der Sanierung eingeweihte „Alte Haus“ von Lütte könne keine Alternative zu den wegfallenden Räumlichkeiten bieten, sagt Pfarrer Edgar Meißner vom Verein „Altes Haus“.

Bauamtsleiter Christoph Grund versicherte indes, dass der im Neubau entstehende Schulungsraum der Feuerwehr auch den Rentnern für ihr Seniorentreffen als auch den Einwohnern für Familienfeiern zur Verfügung stehen werde. Alternativ dazu soll die Nutzung eines Raumes im Kinderhaus geprüft werden.

Fällt die endgültige Entscheidung für den Gerätehaus-Neubau, werde bis zu dessen Fertigstellung nicht mehr in das alte Gemeindehaus sowie das Gerätehaus in der Ortsmitte investiert, kündigte der Amtsleiter an. (Von Bärbel Kraemer)

16.12.2010 - Märkische Allgemeine - Fläming Echo

FINANZEN: Rabatt für die Feuerwehr
Einheitlicher Gebührenkatalog für Nutzung von städtischen Räumen

BAD BELZIG - Die Bad Belziger Stadtverwaltung hat eine neue Einnahmequelle entdeckt. Künftig sollen auch die Gebühren für die Nutzung von Mehrzweckräumen und Gemeindehäusern in den Ortsteilen direkt in die klamme Haushaltskasse fließen. Eine neue Satzung regelt die genaue Höhe der zu bezahlenden Preise. „Anliegen ist es, dass für alle Bürger der Großgemeinde Bad Belzig die gleichen Rechte gelten“, erklärte Heinz Friese, Leiter des Ressorts Zentrale Verwaltung im Bad Belziger Rathaus, den Hintergrund für die angestrebten Neuerungen.

Die Stadtverordneten haben das Papier jetzt einstimmig abgenickt. Die „Entgeltordnung für die Nutzung von Räumen in der Stadt Bad Belzig sowie in den Ortsteilen“, wie die Unterlage offiziell heißt, tritt am 1. Januar des kommenden Jahres rechtsgültig in Kraft.

Demnach werden ab 2011 beispielsweise für die Miete des Lüsser Gemeindehauses 20 Euro am Tag fällig. Eine Betriebskostenpauschale von 20 Euro im Winter und die Hälfte dessen im Sommer soll die anfallenden Aufwendungen für den Unterhalt decken. Eine mehrtägige Nutzung bringt einen Rabatt von fünf Euro auf die Miete ab dem zweiten Tag mit sich.

Die Feuerwehren erhalten erhebliche Vergünstigungen. Deren Räume sind dann allerdings nicht mehr an andere Nutzer zu vergeben.

Deutlich tiefer in die Tasche müssen diejenigen greifen, die ihre Veranstaltung im Gebäude auf dem Schwanebecker Reitplatz abhalten möchten. Genau 130 Euro am Tag werden für den Gaststättenraum fällig, Nebenraum und Küche inklusive. Der Saal in dem Haus kostet 100 Euro für 24 Stunden.

„Bisher hatten alle Ortsteile ihre eigenen Entgeltsatzungen gehabt“, berichtete Bürgermeisterin Hannelore Klabunde (parteilos). „Aber wir haben gesagt, dass Bad Belzig ein Gemeinwesen ist für alle Einwohner“, erklärte sie. Deshalb sei nun die Vereinheitlichung angestrebt worden.

Die Verordnung gilt nur für Einwohner von Bad Belzig. „Ausnahmen sind im Einvernehmen mit den Ortsvorstehern möglich“, heißt es in der Beschlussvorlage. „Es geht um kulturelle dörfliche Dinge“, sagte Klabunde. Man wolle keine Konkurrenz zu gewerblichen Unternehmen aufbauen, so Klabunde. (Von Hermann M. Schröder)

Drei Kategorien:

Gute Ausstattung in Neschholz und Schwanebeck (Ein Euro pro Quadratmeter).

Mittlere Ausstattung in Fredersdorf, Kuhlowitz, Bergholz, Lübnitz (0,75 Euro).

Weniger gute Ausstattung in Lüsse, Lütte, Groß Briesen, Ragösen (0,50 Euro).

10.08.2010 - Märkische Allgemeine - Fläming Echo

FEUERWEHR: Der Plan ist aufgegangen
Lütter Kameraden triumphieren erstmals beim Nachtpokallauf und erhalten Zusatzprämie

LÜTTE - „Sieben Mann, 23 Sekunden, 2 Rohre ein Ziel“ – so hatten es die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Lütte auf ihre T-Shirts geschrieben. Zwar nicht in der geplanten Zeit, dennoch zuerst haben sie es erreicht. Die Einheimischen haben den Nachtpokallauf im Löschangriff gewonnen. „Wir haben bis in die Morgenstunden gefeiert“, räumte René Zarbock mit heiserer Stimme ein. Er gehört mit dem 1. Feuerwehrverein Lütte 1924 e. V. maßgeblich zu den Organisatoren des Spektakels, wobei die Gastgeber jedoch selten etwas mit der Entscheidung um den Sieg zu tun hatten.

„Vor sieben Jahren hatten wir von einem solchen Wettbewerb in Kolpin gehört“, berichtet René Zarbock. Er und seine Mitstreiter schauten sich die Veranstaltung an, um kurze Zeit später die eigene Premiere zu organisieren. Was klein angefangen hat, lockt jetzt zahlreiche Löschgruppen und ihre Fans. 34 Mannschaften aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt, darunter sieben Frauenteams, stellten sich dem Vergleich im Löschangriff, 600 Besucher verfolgten – teils begeistert mitgehend – das Geschehen.

„Nachts ist das etwas Besonderes“, bestätigt Sebastian Tietz von der Freiwilligen Feuerwehr Brück. „Mann sieht wenig, da muss jeder Handgriff sitzen.“ „Wir kommen immer wieder gern her, weil die Stimmung besonders gut ist“, bestätigt seine Kameradin Ulrike Urban.

Scheinwerfer jedenfalls setzen die Wettkampfwiese am Ortsrand nur kurz ins Rampenlicht. Dann werden auf den Bahnen die Pumpen eingerichtet, Vorbereitungen getroffen. Nachdem die Schläuche ausgelegt sind, heißt es beiseite treten. Die Kameraden schließen die Augen, decken sie mit Händen oder Mützen ab, denn das Startsignal ertönt im Dunkeln. Die Pumpen werden gestartet, es wird gekuppelt und am Ende der 81-Meter-Distanz gilt es, die Zielscheibe zu treffen. Bei Erfolg geht die Fontäne nach oben.

Bei den Frauen waren einmal mehr die Titelverteidigerinnen aus dem Nachbarort Schwanebeck nicht zu schlagen. Bei den Männern musste der vielfache Sieger Neschholz diesmal mit Rang 4 vorlieb nehmen. Der Streckenrekord wird den Abonnement-Gewinnern bleiben, denn der Wettbewerb zieht um. „Auf dem neuen Sportplatz wird es neue Rekorde geben“, sagt René Zarbock.

Er hat neben dem Triumph noch mehr zu feiern. Denn für die Jugend – immerhin Stadtmeister in Bad Belzig – konnte gerade eine neue Pumpe in Empfang genommen werden. Zehn Prozent hat der Verein finanziert, 8000 Euro wurden vom Land Brandenburg akquiriert. „Das ist wie eine kleine Siegprämie.“ A. K.

01.06.2010 - Märkische Allgemeine - Fläming Echo

Lütter Jugend holte dritten Titel in Folge
Ausscheid der Stadt Bad Belzig

Lütte - Der Bad Belziger Stadtfeuerwehrtag fand am Sonnabend in Lütte statt. Kinder, Jugendliche und Erwachsene kämpften bei guten äußeren Bedingungen um die begehrten Titel.

Die Gruppenstafette der Sechs- bis Zehnjährigen gewann die Mannschaft aus Dippmannsdorf vor Lütte und Ragösen. Mit Feuereifer gingen auch die 10- bis 16-Jährigen an den Start. Bei der Gruppenstafette gewannen Schwanebeck 1 vor Schwanebeck 2 und Dippmannsdorf.

Für den Löschangriff hatten sich die Gastgeber viel vorgenommen. Sie wollten unbedingt den dritten Titel in Folge, was bravourös gelang. Mit 25,12 Sekunden setzten sie sich deutlich vom Feld ab. Platz zwei belegte Schwanebeck vor Werbig.

Im 100-Meter-Hindernislauf der Frauen siegte die Fredersdorferin Nicole Schmidt konkurrenzlos. Bei den Männern gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Thomas Kaatz aus Kuhlowitz und Raik Wieland aus Neschholz. Der Vorjahressieger Kaatz behielt die Nase vorn, wenn auch knapp: 19,03 Sekunden reichten zum Sieg. Wieland erreichte 19,15 Sekunden. Dritter wurde Michael Kaatz aus Kuhlowitz.

Die Gruppenstafette der Frauen gewann die Mannschaft aus Fredersdorf.

Beim Löschangriff der Frauen und Männer gab es zwei Wertungsläufe. Bis zum Ende blieb es spannend. Die Neschholzer Frauen überflügelten die deutlich führenden Schwanebeckerinnen im zweiten Lauf. Sie siegten mit 31,43 Sekunden. Schwanebeck erreichte 32,42 und Fredersdorf 33,01 Sekunden.

Bei den Männern schienen die Neschholzer nach dem ersten Lauf (23,91 Sekunden) favorisiert. Die Schwanebecker drehten den Spieß aber um und wurden mit 23,57 Sekunden Stadtmeister. Dritter wurde Fredersdorf. R. Z.

15.09.2009 - Märkische Allgemeine - Fläming Echo

Die meisten Pokale blieben bei Görzker Kreisfeuerwehrtagen in Region

GÖRZKE - Mit Pokalen und Spitzenplätzen kehrten die Kinder und Jugendmannschaften, aber auch die Erwachsenen aus dem Fläming von den 13. Kreisfeuerwehrtagen in Görzke zurück.

Beim Nachwuchs gingen am Sonnabend rund 300 Mädchen und Jungen zwischen sechs und 16 Jahren aus 18 Ämtern, Städten und Gemeinden in 75 Mannschaften an den Start. Stark erwiesen sich die jungen Brandschützer aus Lehnsdorf, Klein Marzehns und Lütte sowie aus Niemegk, Dahnsdorf und Reetz. Sie holten verschiedene Kreismeistertitel. (gekürzte Fassung)

07.08.2009 - Märkische Allgemeine - Fläming Echo

Wettbewerb mit Party danach

LÜTTE - Da werden sich die Organisatoren des 6. Lütter Nachtpokallaufes der freiwilligen Feuerwehren ganz schön beeilen müssen, wenn die Sieger um Mitternacht feststehen sollen.
Die Titelverteidiger bei dem stimmungsvollen Wettbewerb in der Disziplin Löschangriff (nass) kommen aus Stücken (Männer) und Schwanebeck (Frauen). Sie müssen sich freilich einer großen Konkurrenz stellen. Immerhin acht Damen- und 32 Herren-Mannschaften haben für das Spektakel gemeldet. „Das ist Rekord“, bestätigt René Zarbock vom 1. Lütter Feuerwehrverein 1924. Der erste Start erfolgt 21.30 Uhr. Wie und wann immer der Ausscheid endet – die Party danach dauert bis zum Morgengrauen.

30.05.2009 - Märkische Allgemeine - Fläming Echo

BRANDSCHUTZ: Auf Hindernisbahn Leistung gezeigt
Stadtfeuerwehrtag in Neschholz

Bei den 6. Belziger Stadtfeuerwehrtagen in Neschholz konnten sich die Zuschauer davon überzeugen, dass Feuerwehrleute nicht nur Brände löschen und technische Hilfe leisten können. Vielmehr sind sie auch zu sportlichen Höchstleistungen in der Lage.

Thomas Kaatz aus Kuhlowitz erreichte als Sieger auf der 100-Meter langen Hindernisbahn mit 18,51 Sekunden eine Spitzenzeit. Zweiter wurde Raik Wieland aus Neschholz in 18,7 Sekunden. Es folgte Michael Kaatz aus Kuhlowitz in 20,23 Sekunden.

Interessant war auch das Debüt von Oliver Schmidt und Mathias Mende aus Bergholz. Beide hatten sich kurzfristig zur Teilnahme entschieden. Während Oliver Schmidt eine passable Zeit erreichte, war für Mathias Mende der Parcours doch zu ungewohnt. Hinderniswand und Balken bereiteten ihm einige Schwierigkeiten, die er jedoch humorvoll meisterte.

Bei den Frauen verteidigte die Vorjahressiegerin Sinja Siebert aus Fredersdorf mit 21,61 Sekunden ihren Titel, vor Anika Krause (23,01 Sekunden) und Nicole Schmidt (24,46).

Für den Löschangriff der Männer und Frauen stellte der Kreisfeuerwehrverband Potsdam-Mittelmark die Tragkraftspritzen zur Verfügung. Zudem brachte die Ansetzung von zwei Läufen Chancengleichheit. So hatte jeder die Möglichkeit, auch mit der vermeintlich besseren Pumpe zu starten.

Bei den Frauen siegten die Schwanebeckerinnen (40,68 Sekunden), gefolgt von Neschholz (41,56) und Kuhlowitz (42,76).

Die Männerdisziplin war ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Kuhlowitz und Neschholz. Die Kuhlowitzer legten im ersten Lauf mit 32,68 Sekunden eine gute Zeit vor. Die Neschholzer konnten im zweiten Lauf kontern und holten sich mit 31,68 Sekunden erneut den Titel. Dritter wurden die Schwanebecker Herren (36,93).

Zur Gruppenstafette der Frauen hatte sich nur eine Mannschaft angemeldet. Obwohl die Fredersdorfer Frauen keine Konkurrenz fürchten mussten, waren sie mit vollem Einsatz dabei und erreichten eine gute Zeit (1:59,18).

Herzerfrischend waren die Wettkämpfe der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Gerade die Sechs- bis Zehnjährigen waren mit Feuereifer dabei und rangen um die beste Zeit. Bei der Sieger-ehrung konnte man in strahlende Augen blicken. Voller Stolz nahmen die Kleinen die Urkunden und Pokale aus den Händen der Bürgermeisterin entgegen. Die Gruppenstafette der Kinder gewann Schwanebeck vor Dippmannsdorf, Lütte und Ragösen. Bei der Jugend hatte Groß Briesen die Nase vorn, gefolgt von Schwanebeck und Dippmannsdorf. Beim Löschangriff der Jugend wollten die Lütter den Titel verteidigen. Am Ende wurde es ein Doppelsieg vor Lübnitz.

Der diesjährige Stadtausscheid war auch geprägt von der Zusammenarbeit der Ortsteile. So hatten sich einige Mannschaften Unterstützung aus anderen Orten geholt. (Von Frank Schmoll)